Ausbildung aus einer anderen Sicht – Gastbeitrag von Iris Rommel

Heute lesen Sie einen Gastbeitrag von Iris Rommel. Frau Rommel macht bei uns eine Ausbildung zur Technischen Zeichnerin und ist im 2. Ausbildungsjahr. Doch nun lesen Sie selbst. 1,5 Jahre sind nun vergangen als ich die Ausbildung begonnen habe und es gefällt mir immer noch sehr gut. Nach dem ersten Ausbildungsjahr ging jede/r Auszubildende in eine andere Abteilung um verschiedene Schwerpunkte und Themen der Firma kennen zu lernen. Die Kollegen in den einzelnen Abteilungen haben mich immer sehr herzlich empfangen. Jeder hat Rücksicht auf meine Hörbehinderung genommen. Es war nicht immer einfach, aber wir haben immer eine Lösung gefunden, wenn es bei der Kommunikation nicht so klappte. Dies ist besonders bei Besprechungen der Fall. Sind mehr als 2 Personen daran beteiligt, habe ich Schwierigkeiten die anderen zu verstehen. Zudem sind die Themen in den neuen Abteilungen noch fremd für mich und das macht es auch nicht einfacher, aber es klappt immer dieses Problem zu lösen.
Ich kam in 3 Abteilungen, bevor es an die Vorbereitung zur Zwischenprüfung ging. Mit meinen Lehrjahreskollegen/-kolleginnen lernten wir im Zeichenbüro die Prüfungsaufgaben in der vorgegebenen Zeit zu meistern. Das Kontrollieren / Besprechen der Aufgaben war für mich auch wieder schwierig, da ich in der Gruppe nicht immer alles verstehe. Meine Ausbilderin hat zusammen mit mir meine Tests kontrolliert, und mir manche Aufgabenstellungen nochmal erklärt, bis ich diese richtig verstanden habe. So war auch ich gut auf die Zwischenprüfung vorbereitet.
Inzwischen bin ich wieder in einer neuen Abteilung. Dort arbeitet ebenfalls ein Hörgeschädigter. Es macht mir großen Spaß dort zu arbeiten. Es erleichtert natürlich vieles, da ich mich mit dem hörgeschädigten Kollegen in der Gebärdensprache verständigen kann. Dies ist nicht so anstrengend für mich. Außerdem sind die Kollegen in der Abteilung schon mit dem “Hörgeschädigtenproblem” vertraut.

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