Stressig, aber interessant: die Bachelorarbeitsphase

Hallo zusammen,

wie versprochen möchte ich euch heute mehr über meine Bachelorarbeit erzählen.Generell müssen wir BWL-Studenten in unserer Bachelorarbeit immer ein „Problem lösen“. Es reicht also nicht, irgendwelche Abläufe nur zu beschreiben, sondern man soll auch selber etwas tun. Unsere Bachelorarbeit besteht aus einem theoretischen und praktischen Teil. Für den Theorieteil müssen wir die Literatur (Bücher und Zeitschriften) zu unserem Thema bearbeiten. Hier heißt es, in die Bibliotheken gehen, denn Internetquellen sind nur in begrenztem Umfang zugelassen. Und wenn, dann nur „zitierfähige“, also seriöse Internetseiten. Oft kommen in den Theorieteil Begriffsdefinitionen und verschiedene Abläufe oder Modelle nach bekannten betriebswirtschaftlichen Professoren. Im Praxisteil schaut man dann, wie das Ganze in der eigenen Firma gehandhabt wird und versucht z.B. die betrieblichen Prozesse zu verbessern oder einen Vorschlag für etwas ganz Neues zu erarbeiten.

So nun aber genug zur Theorie, jetzt erzähl ich euch, was ich konkret mache: Mein Thema lautet: „Dem Demografischen Wandel begegnen – Entwicklung eines Businessplans für die Festo Senior Expert Company“.

Ihr habt sicher schon Einiges über den Demografischen Wandel gehört; die Menschen werden immer älter, es werden nicht mehr so viele Menschen geboren und langfristig schrumpft die Bevölkerung in Deutschland. Für die Unternehmen ist das natürlich nicht so toll: sie brauchen auch in vielen Jahren noch mindestens die gleiche Anzahl von Mitarbeitern, vor allem wenn sie sich sogar noch vergrößern wollen. Einerseits wird es für sie jedoch immer schwieriger junge Menschen zu finden, andererseits steigt auch das Durchschnittsalter in den Unternehmen an. Die Betriebe müssen also lernen, auch für immer mehr ältere Arbeitnehmer gute Arbeitsbedingungen zu schaffen. Aus Sicht des Wissensmanagements ergibt sich ein weiteres großes Problem: wenn alte Arbeitnehmer, die viele Jahre lang für ein Unternehmen tätig waren, in Rente gehen, besteht die Gefahr, dass ihr Wissen, das sie sich über die vielen Jahre angeeignet haben, einfach verloren geht. Dazu gehört nicht nur Wissen, das man nachlesen kann, sondern z. B. auch persönliche Kontakte. Diese kann ein Nachfolger natürlich nicht aus einem Buch lernen. Und genau hier setzt meine Bachelorarbeit an: Festo möchte vielleicht eine Tochterfirma gründen, in der ehemalige Festo-Mitarbeiter während ihrer Rente weiterhin als Berater für Festo tätig sind und ihr ganzes Erfahrungswissen weitergeben können. Deshalb schreibe ich einen Businessplan, wie das ganze aussehen könnte. Dabei gibt es viel zu beachten: rechtliche Auflagen, Finanzen oder wie man einen Mitarbeiter auswählt, der als Berater in Frage kommt.

Wie ihr seht ist das ganz schön umfangreich und vor allem stressig, weil wir 60 Seiten innerhalb von drei Monaten schreiben müssen. Es macht mir aber auch viel Spaß, da ich das Thema sehr interessant finde. Außerdem erfahre ich viel über Festo, denn ich führe viele Gespräche mit anderen Mitarbeitern, die mir zu den einzelnen Themen Informationen geben können. Und ich habe ein großes Ziel vor Augen: Die fertige Bachelorarbeit mit dem Vorschlag, wie die Festo Senior Expert Company aufgebaut sein könnte, wird wahrscheinlich dem Vorstand von Festo vorgelegt, wenn dieser entscheidet, ob die Tochterfirma gegründet wird oder nicht. Und ich hoffe natürlich, dass ich dem Vorstand mit meinen Ausführungen eine gute Entscheidungsgrundlage liefern kann.

Wenn ihr Fragen habt, meldet euch einfach und ich antworte so schnell wie möglich.

Viele Grüße,
eure Sarah

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2 Antworten zu “Stressig, aber interessant: die Bachelorarbeitsphase”

  1. [...] hier habe ich euch ja bereits über meine Bachelorarbeit berichtet. Mittlerweile bin ich fertig und habe das gute Stück heute Morgen an der Hochschule abgegeben. [...]

  2. Ema sagt:

    Ein passendes Thema. : „Dem Demografischen Wandel begegnen – Entwicklung eines Businessplans für die Festo Senior Expert Company“, das in der künftigen Zeit noch vielfach in den Mittelpunkt des Interesses rücken wird. Mit innovativen Vorschlägen und Projekten wie es die Festo vormacht, kann man sich das Wissen der älteren Arbeitnehmer oder derjenigen, die schon ausgeschieden sind weiter sichern. Eigentlich ist es aber unverständlich, warum arbeitswillige ältere Mitarbeiter überhaupt ausscheiden müssen. Wozu dient eine gesetzlich geregelte Arbeitszeit überhaupt? Der Mensch sollte hier als freies Individuum angesehen und behandelt werden, das nach seinen eigenen Vorstellungen arbeiten kann so lange es will. Nicht nur die Betriebe verlieren auf diese Art wichtige Mitarbeiter. Viele ausgeschiedene Arbeiter, die gerne noch weiter gemacht hätten, verkümmern zuhause in vier Wänden und fühlen sich von der Gesellschaft ausgeschlossen und zu nichts mehr nutze. Das ist doppelt hart.

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