VIVA MÉXICO – Auslandsaufenthalt der Industriekaufleute mit Zusatzqualifikation

Wir, Madeline und Julia, durften für einen Monat nach Mexiko reisen, um dort einen Sprachkurs zu machen, um unsere Spanischkenntnisse zu verbessern und uns auf die im November anstehenden Prüfungen vorzubereiten. Im Vorfeld gab es viele Vorbereitungen zu treffen. Wir mussten uns eine Sprachschule suchen, uns um die Unterkunft und den Flug kümmern, wichtige Impfungen abholen, eine Reiseapotheke zusammenstellen, Geld umtauschen und und und…!

Wenn sich das für euch spannend anhört, bitter hier den Bericht von Madeline weiterlesen!

 

 

 

 

 

 

 

Die Vorbereitung verlief zum Glück reibungslos, da wir von den Erfahrungen und Tipps unserer Vorgänger, die auch schon in Mexiko waren, zehren konnten.

 Unsere Sprachschule lag in dem Ort Playa del Carmen in der Nähe von Cancún, auf der Halbinsel Yucatán – dem Maya Mexiko sozusagen.

 Unsere WG, die uns von der Sprachschule vermittelt wurde, war ebenfalls in Playa. Dort wohnten wir mit den anderen Sprachschülern zusammen unter einem Dach und teilten uns Küche und Wohnzimmer. So konnten wir auch einmal in das WG-Leben reinschnuppern und lernten die Vorteile, wie z.B. gemeinsame Abende vor dem Fernseher, gemeinsames Kochen, gemeinsames Feiern und auch die Nachteile, wie z.B. die tägliche gehasste Frage „Wer bringt heute den Müll raus?‚ kennen.

 Innerhalb von 15 Minuten waren wir zu Fuß in der Schule und der Strand war auch nicht weiter entfernt – ein echtes Paradies also!

 Unsere Sprachschule „El Estudiante”‚ liegt sehr zentral zwischen Meer und der berühmten 5ta Avenida (der Touri-Straße) wunderschön in einem Garten aus Palmen, Blumen und Bäumen. Wenn man Glück hat, und gerade bei der Gartenarbeit anwesend ist, kann man in der Mittagpause auch mal eine frisch gepflückte Kokosnuss in der Hängematte trinken.

 Von Montag bis Freitag hatten wir jeden Tag Spanischunterricht in einer Gruppe. In der ersten Woche waren wir zu fünft zusammen mit einer Amerikanerin, einer Schweizerin und einem Deutschen.

 Der Unterricht war ziemlich lustig, da jeder, der seine Hausaufgaben nicht gemacht hatte oder nicht Spanisch sprach, eine Strafe bekam.

 Unser deutscher Mitschüler hatte so also einmal die Ehre, auf der Haupteinkaufsstraße von Playa del Carmen zu singen und zu tanzen. Das war schon ziemlich lustig!

 Leider hat man in so einer großen Gruppe nicht immer die Möglichkeit, so viel zu sprechen, daher haben wir uns dazu entschieden, in eine kleine Gruppe zu wechseln. Hier waren wir nur zu dritt und konnten richtig viel und intensiv Spanisch mit unserem Lehrer Neptalí sprechen. An der Tagesordnung standen Themen wie das politische System in Mexiko und Deutschland, aktuelle Wahlen, mexikanische Gewohnheiten, das Leben in der Stadt und auf dem Land, Geschäftsspanisch, und einige Grammatikthemen, die wir noch einmal wiederholen wollten.

 Nach vier Wochen merkt man dann auch wirklich ein paar Fortschritte. Allerdings braucht man auch fast schon so lange, um überhaupt mal so richtig im mexikanischen Leben anzukommen!Der Jetlag, das Essen, das Klima, die Hitze, die Lebenseinstellung, der Tagesablauf, die Sprache, die Kultur, die Lebensweise: alles ist etwas anders als in Deutschland.

 Die Landschaft und die mexikanische Küche konnten wir jeden Tag genießen und an den Wochenenden haben wir größere Touren in das Umland gemacht.

 Dazu gehörten die Maya Tempel von Cobá, Ek Balam, Chacchoben und noch viele mehr.

Nachdem wir den höchsten besteigbaren Tempel in ganz Südamerika endlich erklommen hatten, waren wir völlig beeindruckt von der ewigen Weite des mexikanischen Urwalds. Wären all die vielen gemeinen Moskitos nicht gewesen, wären wir wahrscheinlich nie mehr aus dem Urwald gekommen. Ein besonderes Highlight war noch die Wanderung zu dem original „Weltuntergangsstein‚ – der Stein, auf dem der Mayakalender das Ende der Welt am 21.12.2012 voraussagt. Aber keine Angst – das stimmt so nicht ganz. Die Mayas sagen lediglich voraus, dass in diesem Jahr eine besondere Planetenkonstellation stattfinden und es alle 52 Jahre, wie auch in 2012, eine Veränderung geben wird. Also keine Panik!

An der Küste zum Golf von Mexiko konnten wir dann auch im Río Lagartos Flamingos beobachten und in einem Salzfluss baden – nun wissen wir auch, wie es sich anfühlen muss, im Toten Meer Zeitung zu lesen.

Anschließend bekamen wir noch ein Wellnessprogramm, wie es damals die Maya hatten: eine Maya Massage (das bedeutet, man bekommt eine Cucaracha del Mar auf den Kopf gesetzt) mit anschließendem UV-Schutz (das bedeutet man wird von Kopf bis Fuß mit Schlamm eingeschmiert und bekommt zudem noch eine ultratolle Frisur verpasst).

 Natürlich haben wir auch eine Maya Familie im Hinterland besuchen dürfen. Besonders bekannt in dieser Region sind die selbstgemachten Hängematten. Doch Achtung! Beim Durchstöbern der Ware aufpassen, dass man keinen Bewohner aufweckt! (und das Bild ist echt!!)

 In unserer letzten Woche haben wir uns dann noch selber aufgemacht zur Isla Mujeres (Fraueninsel). Die Isla Mujeres liegt vor der Küste Cancúns und ist von Massentourismus noch recht verschont worden und wunderschön, um Mexiko noch einmal von seiner ganz besonders schönen Seite (mit Golfcart) zu entdecken (ein echter Insidertipp sozusagen!).

 Außerdem hatten wir die einmalige Gelegenheit, mit Walhaien und Manta Rochen zu schnorcheln – das war wirklich unglaublich toll! Unsere Mägen fanden die holprige Fahrt aufs offene Meer zwar nicht so toll, aber trotzdem hat es sich mehr als gelohnt!

 Um die mexikanische Kultur voll kennenzulernen, haben wir es uns natürlich nicht entgehen lassen, auch einige Salsa-Tanzstunden zu nehmen.

 Dank der vielen Aktivitäten, die wir mit unseren Mitschülern und den Praktikanten der Sprachschule unternommen haben, sind diese vier Wochen leider wie im Flug vergangen. Jetzt müssen wir erst mal alles verarbeiten, um wirklich begreifen zu können, was wir da alles erlebt haben! Einige Tage haben wir auch gebraucht, um den Jetlag hinter uns zu lassen. Aber die Rückkehr in den Arbeitsalltag hilft dabei sehr ;-)

 Unser Dank gilt unserer Ausbilderin Frau Heldt und der Ausbildungsleitung – ohne die Unterstützung wäre das alles gar nicht möglich gewesen. Es waren vier unvergesslich schöne und vor allem erlebnisreiche Wochen in einem wirklich sehenswerten Land, das uns auf jeden Fall nochmal zu Gesicht bekommen wird!

 Vielen Dank und …muchísimas gracias por una experiencia que nunca olvidaremos!

 

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3 Antworten zu “VIVA MÉXICO – Auslandsaufenthalt der Industriekaufleute mit Zusatzqualifikation”

  1. Julia N. sagt:

    Ich kann nur bestätigen, dass wir eine unvergessliche Zeit hatten und mich ebenfalls dem großen DANKESCHÖN an unsere Ausbilderin und an die Ausbildungsleitung anschließen!

    Wenn ihr Fragen zum Thema Auslandsaufenthalt während der Ausbildung bei Festo habt – meldet euch gerne hier per Kommentar!

  2. Dana sagt:

    Das ist eine tolle Chance, eine Sprache im Mutterland zu lernen. Es bringt bei der weiteren Stellensuche in Deutschland sicher Pluspunkte und wie man dem Bericht entnehmen kann,lernt man auch eine Menge für’s Leben (WG-Erfahrung) und einiges über die Kultur des Gastlandes. Eventuell verführt es ja auch dazu, nach Abschluss einer Ausbildung oder eines Studiums ein Auslandsjahr einzulegen. Jeder, der die Möglichkeit hat, eine solche Chance wahrzunehmen, sollte sie beim Schopfe packen.

  3. Claudia sagt:

    In Zeiten wo sich die Grenzen immer weiter öffnen und der Handel sich schon lange nicht mehr nur auf die benachbarten Staaten beschränkt, finde ich ein solches Angebot mehr als nur gut. Schließlich kann man nirgendwo sonst, als direkt vor Ort, seine Sprachkenntnisse besser und schneller aufbauen. Im Fokus steht bei einem solchen Auslandsaufenthalt eben nicht das sture Auswendiglernen von Vokabeln, sondern man ist darauf angewiesen die fremde Sprache zu „benutzen“. Genau das ist es auch was es ausmacht eine Sprache auf lange Sicht gesehen auch gut anwenden zu können.

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