Eine super erste Wücheli hier in Dietikon

Hallo liebe Blogleserinnen und Blogleser,

Mark Ebinger und Christian Würtz sind momentan in unserer Festo-Gesellschaft in der Schweiz. Lesen Sie hier, was und wie die beiden ihre erste Woche erlebt haben.

Ihre

Sonja Heldt

Gruetzi miteinand,

nachdem vor wenigen Wochen zwei Schweizer Azubis in Berkheim stationiert waren,  dürfen nun wir, Mark (noch 2. Lehrjahr als Industriekaufmann) und Christian (noch 2. Lehrjahr als Industriemechaniker) zurzeit für zwei Wochen in der Schweizer Landesgesellschaft von Festo arbeiten. Diese befindet sich in Dietikon, direkt vor den Toren von Zürich und beschäftigt ca. 200 Mitarbeiter. 

Unsere erstmalige Reise in eine Abteilung außerhalb von Deutschland, begann am Montagmorgen auf dem Stuttgarter Flughafen. Von diesem hoben wir gespannt und mit großen Erwartungen in Richtung Zürich ab. Nachdem wir dort sicher auf dem Flughafen gelandet sind, wurden wir direkt von einem aktuellen und einer frisch ausgelernten Lernenden abgeholt, welche uns dann direkt zu Festo nach Dietikon gebracht haben. In Dietikon angekommen, sahen wir, dass das Gebäude der Schweizer Landesgesellschaft ein wenig, nur ein wenig… :) kleiner ist, als Festo in Esslingen.

Nachdem wir in unseren Abteilungen  vorgestellt worden sind, eine kurze Führung durch das Gebäude bekamen und einen Einblick in unseren Tätigkeiten in den nächsten zwei Wochen erhalten haben, ging es mit der Schweizer Ausbilderin direkt weiter zu unseren Gastfamilien.

Wir beide wohnen jeweils bei älteren und sehr netten Pflegemüttern in Schlieren (2 Bahnstationen von Dietikon entfernt), welche sich kennen und nur wenige Meter auseinander wohnen. Den anstrengenden ersten Tag in der Schweiz ließen wir dann mit Fernseher schauen auf Schwiitzerdüütsch ausklingen.

Schon am ersten Tag sahen wir, dass Schwiitzerdüütsch (auch Zürichdeutsch genannt) eine ganz schön große Herausforderung wird, wenn es ohne Rücksicht auf uns gesprochen wird…

Nicht nur, dass der Dialekt sich witzig für uns Deutsche anhört, es gibt auch Wörter, die es bei uns überhaupt nicht gibt. Hier mal ein paar Beispiele:

-         Ein Stift oder ein Lernender ist ein Azubi

-         Ein Velo ist ein Fahrrad

-         Hier sagt man Auf Wiederluaga und nicht Auf Wiedersehen

-         Ein Bostitch ist ein Tacker

-         und hier heißt es ja Gruetzi und nur selten Guten Tag :)

Aber mit viel Zuhören und schwiitzerdüütsche Sender luaga klappt es nach und nach, den Dialekt ohne Probleme zu verstehen.

Sonst war die erste Woche geprägt von, natürlich Arbeiten, Ausflügen, Fußball und der Erkenntnis, dass hier die Uhren ein wenig anders ticken, wie in Deutschland:

So müssen wir, Mark in der Buchhaltung und Christian in der Produktion, täglich 8 h, anstatt 7 h+ Überstunden in Deutschland, arbeiten :(….dafür ist Festo hier so großzügig, dass Getränke und Kaffee für Mitarbeiter kostenlos sind.

Von Zürich haben wir dank der Schweizer Lernenden auch schon sehr viel gesehen: So hat uns ein Konstrukteur (entspricht dem Technischen Produktdesigner in Deutschland) am Dienstagabend die Züricher Stadt gezeigt. Auf der Tour zeigte er uns die berühmte Bahnhofstrasse, die Altstadt, den Zürichsee und den Hauptbahnhof mit dem angeblich besten Döner von ganz Zürich…für umgerechnet 7,50 €…

Ja, ihr habt richtig gelesen, umgerechnet 7,50 €, für uns Schwaben ist Zürich bzw. die Schweiz richtig teuer. Da ist es ein echter Lichtblick, wenn man gezeigt bekommt, dass die Morgenzeitung und die Abendzeitung umsonst ist :)

Den Mittwochabend haben wir zwei bei einer Gastfamilie (hatten Sturmfrei ;) ) mit Fußball schauen verbracht. Wir waren natürlich nicht nur für die deutsche Mannschaft an diesem Abend in der Champions League Qualifikation, sondern, standesgemäß, auch für die Schweizer Mannschaften…leider ohne Erfolg.

Den Donnerstagabend haben wir zuerst zusammen mit 4 Schweizer Lernenden (das entspricht fast allen!!) in einer Spielhalle in der Stadt mit Billard und Airhockey spielen verbracht und dann schließlich wieder gespannt vor dem Fernseher. Der Grund war diesmal nicht Fußball, sondern das Leichtathletikevent „Weltklasse Zürich“ mit zahlreichen Olympiasiegern, wie z.B. Usain Bolt oder Yohan Blake . Natürlich schauten wir es auf Schwiitzerdüütsch :)

Also, wir können zum Ende einer ereignisreichen und nicht ganz normalen Arbeitswoche sagen, dass diese, dank vieler netter SchweizerInnen, sehr viel Spaß gemacht hat,  wir es nicht bereuen, die Chance genutzt zu haben und wir sehr gespannt auf die zweite Woche unseres Auslandsaufenthaltes sind.

Viele Grüße

Mark und Christian

 

 

Be Sociable, Share!

Tags: ,

Eine Antwort hinterlassen