Mehr Arme schaffen mehr…

Hallo liebe Blogleser & Blogleserinnen,

Der Titel dieses Artikels klingt soweit erst mal logisch, allerdings handelt es sich bei den Armen um die es in diesem Beitrag gehen soll um Roboterarme!

 

derzeit bin ich in einer Abteilung versetzt, welche sich durch ein Merkmal deutlich von anderen Fertigungsabteilungen abgrenzt. An so ziemlich jeder Maschine befindet sich mindestens ein Roboterarm welcher z.B. das Weitergeben von Teilen, das Einsortieren in Paletten oder das Bestücken der Spannvorrichtungen übernimmt.

Durch die programmierte Bewegungsabfolge des Roboterarmes erfolgen diese Arbeiten deutlich schneller und präziser. Und das wichtigste: zuverlässig und mit einer enorm hohen Wiederholgenauigkeit. Die Taktzeiten der einzelnen Bearbeitungsschritte sind so auf einander abgestimmt, dass der Roboterarm möglichst geringe Pausenzeiten einhalten muss. Mit Hilfe von optischen Sensoren wird dem Roboterarm ein Signal übermittelt, ob er mit seinem Programm fortfahren kann oder ob er noch auf ankommende Teile warten muss.

Die Tätigkeit des Arbeiters wird durch diese Art der Automatisierung natürlich umgestaltet. Während man sich an anderen Maschinen auf das korrekte Einlegen der Teile konzentrieren musste, besteht die Tätigkeit an diesen roboterunterstützten Maschinen mehr darin, die produzierten Teile zuverlässig und regelmäßig zu Messen und die „Zusammenarbeit“ der verschiedenen Maschinen am Laufen zu halten. Außerdem muss der Arbeiter nun Paletten bestücken und Sie der Maschine zuführen.

Meiner Meinung nach sind solche Änderungen von zwei Seiten zu betrachten. Auf der einen sollte man sich die Zahlen und Fakten anschauen, welche natürlich deutlich höher und effizienter sind als bei herkömmlichen Fertigungsprozessen. Allerdings fällt meiner Meinung nach ein großer Teil an mittel anspruchsvollen Arbeiten weg. Es wird immer hochgebildetes Personal benötigt um die Roboter und die Prozesse zu programmieren und ebenso wird es immer ein Bedarf an Arbeitern geben die diese einfacheren Aufgaben erledigen aber der bildungstechnische „Mittelstand“ wir in Zukunft weniger benötigt.

 

Mit freundlichen Grüßen Stefan Weggler

 

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