(Geschäfts-) Reise nach Jerusalem

Servus liebe BlogleserInnen,

als Mechatronik-Student im 6. Semester habe ich nun alle Theoriesemester hinter mir. Abschließend fehlt nun “nur” noch die Bachelorarbeit, welche ich in den nächsten drei Monaten schreiben werde. Einfach formuliert geht es in meiner Bachelorarbeit um die Analyse und Evaluierung einer neuartigen Software und um den Nutzen und Mehrwert dieser Software für Festo. Damit ich dies überhaupt beurteilen kann, muss ich zuerst wissen, wie die Software funktioniert und wie ich sie handhabe. Hierfür durfte ich an einer mehrtätigen Software-Schulung teilnehmen, welche direkt bei der Herstellerfirma stattgefunden hat: In Tel Aviv, Israel.

 

Wenn Ihr mehr über meine Geschäftsreise erfahren wollt, klickt auf den folgenden Link:

 

Die Hinreise

Angefangen hat meine Geschäftsreise am Flughafen Stuttgart am Pfingsmontag, den 21. Mai 2018. Von dort aus ging es über Istanbul mit ca. 5 Stunden Flugzeit nach Tel Aviv. Besonders auffällig waren hierbei die Sicherheitskontrollen an den Flughäfen in Istanbul und Tel Aviv. Zum Beispiel wurden bei mir neben den üblichen Kontrollen auch erweiterte Sprengstoffkontrollen mit Wischtests durchgeführt. Sowohl an den Gegenständen in den Taschen als auch am eigenen Körper.

Nach der Ankunft am Flughafen in Tel Aviv ging es mit dem Taxi zum Hotel, welches im Zentrum von Tel Aviv-Jaffa liegt. Während es im Freien eine Lufttemperatur von über 30°C hatte, war das Taxi klimatisiert bei ca. 18°C – ein harter Temperaturschock für den Körper.

 

Der geschäftliche Teil der Reise

Angekommen am Montagabend ging es direkt am Morgen danach mit der dreitätigen Schulung (Dienstag bis Donnerstag) los. Verglichen mit der Arbeitszeit beim Festo in Esslingen arbeiteten wir dort pro Tag circa eine Stunde länger. Während dem Training wurde nur Englisch geredet. Das coole an der Sache war, dass keiner Englisch als Muttersprache hatte. So wurden von allen Beteiligten oft komplizierte Fachbegriffe mit einfachen Wörtern umschrieben. Auch das Sprechtempo war jeweils gemütlich und somit angenehm und einfach zum Verstehen.

Zum Abschluss der Schulung gab es noch ein Zertifikat als erfolgreiche Teilnahmebestätigung.

Zertifikatsübergabe

Zertifikatsübergabe

Auffallend war in den Büros, wie auch im Hotel oder in den Taxis, die kühle  Temperatur von jeweils ca. 18 °C, so dass eine lange Hose wunderbar gepasst hat. Verlässt man jedoch die genannten Räumlichkeiten und läuft nach draußen, so hält man es in einer langen Hose fast nicht aus. Teilweise hatten wir über 40°C als Lufttemperatur.

 

Der private Teil der Reise

Natürlich war die Schulung der Hauptgrund der Reise. Trotzdem gab es jeden Tag noch die Möglichkeit, den Feierabend flexibel zu gestalten. So konnten wir jeweils ab ca. 19:30 Uhr die Stadt erkunden, an den Strand gehen oder in Restaurants die israelische Kultur kennen lernen. Dadurch, dass auch um Mitternacht die Lufttemperatur bei ca. 28°C und die Wassertemperatur bei 25°C war, konnte man auch zu dieser Uhrzeit noch wunderbar ins Wasser, also ins Mittelmeer.

Vom Wasser aus hatte man einen wunderschönen Blick auf die Skyline von Tel Aviv!

Skyline von Tel Aviv bei Nacht

Skyline von Tel Aviv bei Nacht

Am Freitag, den 25. Mai hatten wir vor dem Rückflug noch ausreichend Zeit und sind mit dem Bus früh morgens von Tel Aviv nach Jerusalem gefahren, wo wir an einer geführten Tour teilgenommen haben.

Jerusalem

Altstadt von Jerusalem

Wir hatten den kompletten Vormittag, um die Altstadt von Jerusalem anzuschauen bzw. von unserem englischen Guide erklärt zu bekommen, welche Bedeutung die einzelnen Gebäude und Orte haben.

Nachmittags sind wir mit dem Bus ans Tote Meer in Richtung Osten gefahren. Dieses Tote Meer, was genaugenommen nur ein See ist, hat die Besonderheit, dass es auf -432 m NN  liegt und somit der weltweit tiefste Punkt auf trockenem Land ist!

Dort konnten wir selbst erleben, was es heißt, durch den hohen Mineralgehalt im Toten Meer (ca. 30 %) tatsächlich ohne Probleme auf der Wasseroberfläche zu liegen. Es war ein krasses Gefühl, seinen kompletten Körper zu 100% entspannen zu können, und trotzdem auf der Wasseroberfläche zu schwimmen!

Entspannen auf dem Toten Meer

Entspannen auf dem Toten Meer

Übrigens: Der Grund, warum der Salzgehalt bzw. Mineralgehalt im Toten Meer so dermaßen hoch ist, kann einfach hergeleitet werden: Wasser fließt immer zum tiefsten Punkt. Am tiefsten Punkt angekommen bleibt das Wasser im Prinzip also an Ort und Stelle, in diesem Fall im Toten Meer. Heizt nun die Sonne das Wasser auf, so verdunstet das Wasser, die Mineralien mit einem höheren Siedepunkt bleiben jedoch im flüssigen Zustand. Das Ergebnis ist ein trübes Gemisch aus Wasser und einem hohen Mineralanteil von über 30 %. (Zum Vergleich: Im Mittelmeer beträgt das Salzgehalt ca. 3-4%.) Diese Mineralien sind zudem auch schwerer als Wasser. Somit ist es für einen Körper schwieriger, dieses Medium zu verdrängen, was ein entspanntes “liegen” auf der Wasseroberfläche ermöglicht.

Insgesamt hat die Tour nach Jerusalem und zum Toten Meer für mich als Student knapp über 100 € gekostet.  Auch wenn der Preis eventuell auf den ersten Blick abschreckt, hat sich meiner Meinung nach jeder Cent gelohnt! Dieser Ausflug war sicherlich das Highlight meiner kompletten Geschäftsreise!

 

Fazit

Nun ist die Geschäftsreise vorbei und die bei der Schulung aufgenommen Informationen werden nun verarbeitet und aufgearbeitet, um die Bachelorarbeit zu vervollständigen. Rückblickend war es eine wundervolle erste Geschäftsreise, die nur schwer zu toppen sein wird!

180524 Festo Sand

Bis dann!

Joshua A.

 

 

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