Alltag an der DH: Vorlesungen und Dozierende

Hallo liebe Blogleserinnen und Blogleser,

 

wie versprochen möchten wir euch heute einen Einblick in den Vorlesungsalltag geben.

Wie ihr aus dem letzten Beitrag wisst, sind die Vorlesungen in einzelne Module, ähnlich wie Schulfächer, aufgeteilt. Es gibt Kernmodule, z.B. Mathematik I, II und III sowie allgemeine Profilmodule, z.B. Werkstoffkunde. Eine detaillierte Beschreibung der offiziellen Modulinhalte gibt es auf der Homepage der DHBW.

Wir möchten euch jedoch eher berichten wie die Vorlesungen in der Realität ablaufen.

 

Die Vorlesungen finden in Kursen mit etwa 30 Studierenden aus verschiedenen Unternehmen statt. Für jede Vorlesung gibt es einen Dozenten. Dieser hat meistens ein Skript, das entweder über einen Dienstleister ausgedruckt werden kann oder digital zur Verfügung steht. Manche Dozenten stellen ihre Skripte jedoch (leider) nur teilweise zur Verfügung. Dann ist eben schnelles Mitschreiben erforderlich. Generell ist es empfehlenswert in den Vorlesungen „am Ball zu bleiben“ und entsprechende Beispiele und Zusatzinformationen des Dozenten zu notieren. Einige Kommilitonen setzen dabei auf den Einsatz von Tablets mit entsprechenden Eingabestiften . Das ist besonders bei unstrukturierten Vorlesungen vorteilhaft. Ganz klassisch mit Papier und Stift funktioniert es natürlich auch. Durch die Kursgröße ist es möglich, dass der Dozent auf einzelne Fragen aus dem Kurs eingehen kann. Die meisten Dozenten gehen auch gerne auf Fragen ein.

 

Auf ein paar Vorlesungen, die euch in den ersten beiden Semestern erwarten, möchten wir nun näher eingehen.

Zunächst widmen wir uns der Mathematik. Der Bereich Mathematik wird zentral organisiert. Dort gibt es ein einheitliches Skript mit Lückentext, welcher während den Vorlesungen entsprechend ausgefüllt wird. Hinzu kommen speziell in Mathe noch Aufgaben, die auf die Skriptinhalte aufbauen. Zusätzlich wird noch ein Tutorium angeboten. Dort werden Vorlesungsinhalte und ergänzende Aufgaben gerechnet und besprochen. Nach den ersten Vorlesungen wird ein Test geschrieben. Dieser wird zwar nicht gewertet, jedoch ist der Test eine gute Möglichkeit, um den eigenen Lernfortschritt zu ermitteln. Auch die Matheklausuren werden zentral und in Absprache mit den Mathedozenten erstellt. Zur Vorbereitung gibt es auch einige Probeklausuren.

Neben Mathematik erwarten euch auch die Module zur Technischen Mechanik (TM) in den ersten beiden Semestern. In TM werden teilweise Inhalte vertieft, die man schon aus dem Physikunterricht kennt. Dies bedeutet aber nicht, dass ihr euch entspannt zurücklehnen könnt, da bereits bekannte Themen mit vielen neuen Aspekten betrachtet werden. Daher ist es gerade in diesem Fach wichtig, gut aufzupassen. Die meisten Dozenten haben auch einige Aufgaben in ihren Skripten und stellen oftmals alte Prüfungsaufgaben zur Verfügung. Am besten ist es, wenn diese Aufgaben parallel zur Vorlesung bearbeitet werden. So kann man TM überleben ;), auch wenn es für viele als K.O.-Modul der ersten zwei Semester angesehen wird.

Aber Spaß beiseite, es ist wirklich machbar, wenn man am Ball bleibt. Auch wenn man manchmal denkt: „Das versteh ich doch nie!“, ist Aufgeben sicherlich nicht die richtige Alternative. Mit Google, YouTube und ein paar netten Kommilitonen klappt das schon irgendwie! Und wenn man weiß, „wie der Hase läuft“, macht TM sogar ein bisschen Spaß.

 

Zum Schluss würden wir euch gerne noch etwas über die Dozenten im Allgemeinen berichten, die sich zum Teil sehr stark unterscheiden.

Es gibt einige wirklich gute Dozenten, die auch Vorlesungen wie Mathe unterhaltsam gestalten können. Aber leider sind nicht alle didaktisch auf dem gleichen Niveau. Dies liegt daran, dass viele Dozenten nur „nebenher“ an der DHBW Vorlesungen halten und hauptberuflich nicht in pädagogischen Bereichen tätig sind. Dies führt dazu, dass nicht alle Dozenten ihr umfangreiches Fachwissen rüberbringen können. Manchmal sind die Vorlesungen daher unstrukturiert und es ist schwierig den Stoff aufzubereiten. Hier ist dann eine Nacharbeit zuhause oder mit anderen Kommilitonen erforderlich. Bei eigentlich allen Dozenten merkt man aber deren direkten Bezug zur Praxis; so können die Vorlesungen durch interessante Einblicke und Beispiele aus der Berufserfahrung anschaulich ergänzt werden.

Trotz des engen Zeitplans bleibt bei den meisten Dozenten auch noch Zeit für einen Witz und manchmal sogar eine zum Thema passende Geschichte.

 

Das war unser kleiner Einblick in den Alltag an der DH in Stuttgart. In unserem nächsten Beitrag könnt ihr euch auf ein paar interessante Infos zu den Praxisphasen bei Festo freuen – also bleibt dran!

 

Bis zum nächsten Mal,

eure Wirtschaftsingenieure

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