Bundeswettbewerb Fremdsprachen 2018

Festorella – ein etwas anderes Märchen

Rauchende Köpfe, Kreativität, Teamwork, Durchhaltevermögen und Fremdsprachenkenntnisse – dies alles war Bestandteil der Vorbereitungen für den Fremdsprachenwettbewerb 2018. Nun stellt ihr euch an dieser Stelle bestimmt die Frage: Was ist der Fremdsprachenwettbewerb überhaupt? Und was hat das mit Festo zu tun?

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Der Bundeswettbewerb Fremdsprachen ist dafür da, um junge Menschen, die gerne und gut mit Sprachen umgehen, zu fördern. Dabei richtet dieser sich mit seinem Programm an unterschiedliche Zielgruppen, wie z. B. Schüler, sowie auch Auszubildende, die an dem Wettbewerb teilnehmen können. In der Kategorie TEAM Beruf zeigen die Azubis, dass sie auf die internationale Geschäftswelt vorbereitet sind.

 

Beim Fremdsprachenwettbewerb gibt es mehrere Etappen zu meistern. Die erste Aufgabe besteht darin, sich das Thema des 7-minütigen Filmes zu überlegen. Bei uns Auszubildenden gab es die Vorgabe vom Veranstalter, diesen Film zum Thema Beruf zu gestalten. Zusätzlich durfte kein Teilnehmer im Film seine Muttersprache verwenden.

 

Fast jedem ist das Märchen von Cinderella bzw. Aschenputtel bekannt. Unsere Idee war es, eine moderne und auf unsere Arbeitswelt bezogene Version des Klassikers zu erstellen.

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Insgesamt 8 kaufmännische Auszubildende aus den Lehrjahren 2016 und 2017 waren am Projekt beteiligt (v. l. n. r.): Alessa Wörfel, Svenja Geiße, Stefanie Brandl, Patricia Abel, Jule Weber, Marielena Hikade, Larissa Braun und Simona Cascitelli. Wir entwickelten gemeinsam in vielen Stunden die Idee zum Film „Festorella“. Nachdem die Idee stand, entschieden wir uns für die Fremdsprache Englisch und erstellten das Drehbuch zu unserem Film. Hier gab es vor allem die Schwierigkeit, die Story in 7 Minuten inklusive Requisiten für den Zuschauer verständlich darzustellen.

 

Nachdem diese Hürde von uns gemeistert war, ging es an den Dreh des Films. Hier wurde uns erstmals so richtig bewusst, dass selbst für einen 7-minütigen Film einiges an Drehzeit gebraucht wird. Da unter der Woche leere Büros, Besprechungsräume und Ruhe schwer in den Festo Gebäuden zu finden ist, nahmen wir uns freitagmorgens und einen Samstag lang Zeit für den Dreh im Technology Center. Nach mehreren Stunden und einer Menge Outtakes, stand nun endlich die Rohfassung des Films. Dazu kam nach weiteren Drehstunden noch eine kurze Session, bei der wir einige Sounds für den Film aufgenommen haben. Im Anschluss belohnten wir uns dann mit einer Pizza. Doch die größte Belohnung war es, den fertigen Film nach dem Schnitt nun endlich gemeinsam anzusehen und bei der Jury einzureichen.

 

Nach langem Warten bekamen wir eines Morgens die lang ersehnte Antwort: Wir wurden von der „TEAM BERUF“-Jury von insgesamt 98 eingereichten Filmbeiträgen auserwählt und bekamen mit 14 weiteren Teams unser Ticket für die 2. Runde bei der IHK in Magdeburg vom 06.12.-08.12.2018.

 

Ein paar Wochen später wurde es auch schon ernst und es ging ans Koffer packen für die 3 Tage in Magdeburg. Mit dem Zug kamen wir endlich in Magdeburg an. Durch die kleinen Verspätungen schafften wir es gerade so zur Eröffnungsfeier bei der IHK.

Hier wurde uns erst einmal der Ablauf der kommenden Tage erklärt und was unsere zweite Etappe sein wird. Die Aufgabe bestand darin, in neu gemischten Teams ein 10-minütiges Theaterstück zu erstellen. Die Themen der Theaterstücke bestanden aus einzelnen Phrasen, wie zum Beispiel „Das war schon immer so“ oder „Nicht schon wieder“.

 

Diese wurde nach und nach von einem ernannten Mitglied der Gruppe gezogen. Und dann ging es auch schon gleich los mit der Planung des Theaterstückes. Insgesamt hatten wir bis zum nächsten Mittag Zeit alles vorzubereiten. In den kleinen Gruppen von ca. 5-8 Personen wurde 24h lang geschrieben und geprobt. Auch hier war erneut die Voraussetzung, dass alles in verschiedenen Fremdsprachen gestaltet werden soll. Unterstützt wurden die Teams von einem Gruppenbetreuer und einem Theaterpädagogen. Am ersten Abend arbeiteten wir in verschiedenen Teams bis 21:00 Uhr. Danach konnten wir unseren Abend frei gestalten. Doch am nächsten Tag hieß es wieder früh aufstehen, da die letzte heiße Phase der Teamarbeit und die Generalproben bevorstanden.

 

Nachdem wir in den gemischten Teams alle die Generalprobe gemeistert hatten hieß es nun: Vorhang auf. Nacheinander stellten wir unsere Theaterstücke vor dem Gremium, der Azubi-Jury und allen Teilnehmern des Bundeswettbewerbs für Fremdsprachen vor. Hierbei hatten alle ihren Spaß und kamen auf ihre Kosten. Als Belohnung für den Aufwand der letzten Tage wurden alle Teilnehmer vom Organisationsteam zu einem eleganten Abendessen eingeladen. Hier konnten sich die Teilnehmer nochmals besser kennenlernen und austauschen.

 

Am letzten Tag stand die große Preisverleihung an, in welcher die Theaterstücke und vorab eingereichten Filme geehrt wurden. Hierbei erzielten wir mit unserem Film „Festorella“ den 3. Platz. Aber auch bei den Theaterstücken konnten ein paar Festo Azubis in den gemischten Teams Preise erzielen. Von diesem Ergebnis waren wir alle sehr überrascht und positiv begeistert.

 

Für uns war es eine schöne Erfahrung gemeinsam den Film zu drehen. Die Tage in Magdeburg haben uns als Gruppe noch mehr zusammengeschweißt.

Das Video ist online! FESTORELLA auf YouTube

(Ein Bericht der kaufmännischen Auszubildenden)

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