Industrie 4.0

Hallo liebe Blogleserinnen und Blogleser,

zur Zeit bin ich in der Abteilung Fertigung Ventilgehäuse VUVG im Werk Scharnhausen versetzt.

Was produziert diese Abteilung?

Wie der Name der Abteilung uns schon verrät, werden hier Ventilgehäuse der Reihe VUVG hergestellt. Falls sich jemand fragt was VUVG bedeutet: Das ist einfach eine Abkürzung für diese Ventilreihe.

 An was für Maschinen werden diese Ventile produziert?

Die Teile werden vollautomatisiert an Mikron-Fräsmaschinen produziert. Vollautomatisiert heißt: In einer einzigen Anlage sind die Arbeitsschritte sägen, Vollbearbeitung und anschließend waschen enthalten.

Wie funktionieren die Maschinen?

Die Rohteilstangen werden an Festo geliefert. Diese werden in den Stangenlader der Maschine beladen. Ein Greifer, der sich ganz am Ende des Stangenladers befindet, schiebt die Stange in Richtung Säge. In der Säge befinden sich Sensoren, die die Stange ausmessen und somit die Länge ermitteln, um welche die Stange vorgeschoben werden muss, um die Rohteillänge des Ventils zu sägen.

Danach werden die Rohlinge mittels eines Förderbandes von der Säge wegtransportiert. Ein weiterer Sensor sagt der Anlage, wann ein Rohling am Ende des Förderbandes angekommen ist. Wenn dieser Sensor auslöst, greift ein Roboter den Rohling und legt ihn in die Maschine ein.

Die Maschine sieht aus wie ein UFO!! Dadurch, dass die Maschine einen Rundtakttisch mit 12 Taktstationen besitzt, ähnelt der Aufbau dem eines UFO’s. Innerhalb dieser 12 Taktstationen werden die Rohteile komplett bearbeitet. An der 12ten Station angekommen, greift der gleiche Roboter das Fertigteil wieder ab und legt es auf das Förderband Richtung Waschmaschine.

Am Ende von dem Förderband sitzt ein weiterer Sensor, der der Maschine sagt, wann ein Teil am Ende angekommen ist. Ist ein Teil angekommen, greift ein zweiter Roboter das Gehäuse und setzt es in eine Spannvorrichtung, die durch die Waschanlage läuft. Das Teil läuft durch die Waschanlage: Sie wäscht nicht nur das Teil, sondern entgratet es auch noch, indem ein Wasserstrahl mit ca. 500 Bar durch die Bohrungen des Ventils schießt. Anschließend wird das Gehäuse getrocknet.

Nun greift der zweite Roboter das Teil wieder und legt es in ein Tray (Transportvorrichtung bis zur Montage.

Meine Meinung zur Abteilung:

Ich finde es echt erstaunlich, dass alle 9 Sekunden ein fertiges Teil aus der Maschine kommt. Es ist zwar erst meine zweite Woche in der Abteilung, jedoch macht mir die Arbeit jetzt schon spaß. Wer jetzt denkt „Ach, die haben doch dann in der Abteilung eh nichts zum Schaffen!“ der täuscht sich: Die Maschine muss man dennoch einfahren, beladen, Material reinholen, Fehler beheben (falls welche auftreten), alle Stunde ein Teil im SAP (Messprogramm am Computer) messen und wer dann noch zwischendrin Zeit hat, kann noch die Kirsche auf das Sahnehäubchen klatschen und die Maschine rings rum putzen.

 

Viele Grüße,

Luis

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