Nochmals ein herzliches Hallo aus Budapest!
Wenn es am Freitag nach Hause geht, haben wir nicht nur Kleidung und Mitbringsel im Gepäck, auch jede Menge Eindrücke und Erlebnisse nehmen wir mit. In den letzten Wochen haben wir viel von Budapest kennengelernt.
Die Arbeit im Festo Werk Budapest war sehr schön. Die Kollegen hier sind wirklich nett und zuvorkommend.
Ich habe in den Wochen hier in drei Abteilungen gearbeitet – “reingeschnuppert” – und damit natürlich auch ganz viele unterschiedliche Menschen getroffen. Meine Kollegen habe ich als sehr weltoffen kennengelernt, immer freundlich, interessiert an der Ausbildung und dem Arbeitsleben in Deutschland und stets darum besorgt, dass wir auch ja alle möglichen Highlights in Budapest mitnehmen.
Und das tun wir auch. Gestern zum Beispiel haben wir eine Abendschifffahrt auf der Donau gemacht. Dabei konnten wir das beleuchtete Panorama des Ufers bestaunen. Das hat schon ein ganz besonderes Flair, all die beleuchteten alten Gebäude, insbesondere das Parlament, die Burg und die riesige Universität, und viele große Kirchen wie die Fischerbastei.
Am Sonntag haben wir uns dazu entschlossen, ein paar Fahrräder zu mieten und Budapest auf zwei Rädern zu erkunden. Unsere kleine Tour hat uns zum Gellértberg geführt, auf dem die Freiheitsstatue von Budapest zu finden ist und der einen wunderschönen Ausblick über Budapest zu bieten hat – die Anstrengung in der Hitze hat sich also durchaus gelohnt. Danach sind wir dann noch durch den Stadtpark geradelt, eines von vielen grünen Plätzchen mitten in Budapest. Hier gibt es nicht nur die größte Sanduhr der Welt (sie läuft ein ganzes Jahr), sondern auch das Széchenyi-Thermalbad, in dem wir letzte Woche schon entspannt haben. Zum Glück haben sich diverse Berichte aus dem Internet nicht bestätigt. Da hieß es unter anderem, Baden nur im Lendenschurz und Schwimmen nur in vorgegebener Richtung im “Kreisverkehr”.
Den Klassiker haben wir uns natürlich auch nicht entgehen lassen – eine Führung durch das Parlament. Die ist für EU-Bürger kostenlos und man erhält viele Infos zum Parlament, zu Ungarn und Budapest und kann einige der imposanten Räume sehen.
Auch ein Besuch auf der Burg mit Zahnradbahnauffahrt und ein Nachmittag im riesigen Mammut-Shoppingcenter standen auf unserem Programm.
Und natürlich – es musste ja passieren! – haben wir uns auch schon verlaufen. Aber auch wenn man nachts zwei Stunden planlos durch Budapest irrt, bekommt das Auge viel geboten: überfüllte Fußgängerzonen und beleuchtete Brunnen, interessante Gebäude und das pulsierende Nachtleben der Stadt.
Das ungarische Essen ist gewöhnungsbedürftig fettig, aber trotzdem gibt es viel leckeres. Hier in der Kantine, wo wir jeden Mittag essen, gab es während unseres Aufenthalts eine reiche Auswahl an verschiedensten Gerichten und Suppen und Nachtischen – man kann sich also gut durch alles durchprobieren. Und das für kleines Geld, nicht nur in der Kantine.
Aber auch Essgewohnheiten, die uns Deutschen seltsam erscheinen mögen, gibt es hier. Allem voran geht da meiner Meinung nach die Pizza mit Ketchup on top!
Bis zum Abflug steht noch ein Besuch im Memento-Park an, einem Statuenpark zum Kommunismus, sowie eine Essen-für-Zuhause-Einkaufstour in der zentralen Markthalle.
Danach haben wir unsere “To-do-Liste” abgehakt und können am Freitag guten Gewissens heimwärts fliegen.
Und wenn wir ehrlich sind: Hier ist es zwar wirklich toll, aber zu Hause ist es immer noch am schönsten!
Micha & Natalie